Foto: Privat

Andrea Eisele - Abschied mit Dankbarkeit und vielen guten Erinnerungen

Macht weiter, es lohnt sich!

Nach 15 Jahren als Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung An Sieg und Rhein verabschiedet sich Andrea Eisele und geht in die Altersteilzeit.

Diesen Zeitpunkt hat sie für ein paar Gedanken zum Abschied von der Arbeit in der Erwachsenenbildung im Kirchenkreis An Sieg und Rhein genutzt und nun hat sie hier das Wort, um ihre Gedanken mit euch zu teilen.

Evangelische Erwachsenenbildung. Was war, was ist mir wichtig?

  • Wenn es gelingt, dass sich Menschen wieder wirksam fühlen, weil sie zum Beispiel gelernt haben, dass sie nicht alleine sind in der Arbeitslosigkeit, dass es Wege gibt, die eigenen Talente wieder zu sehen und dort anzuknüpfen,
  • wenn Menschen ihre Kompetenzen teilen, weil sie in ihrem Leben viel lernen konnten und davon jetzt anderen abgeben wollen,
  • wenn sich Menschen solidarisch verhalten und anderen Sprache vermitteln, damit sie sicher werden in der neuen Heimat,
  • wenn Politiker*innen in Projekten darüber staunen, dass Menschen gemeinsam Lösungen für Probleme suchen, anstatt den „politischen Gegner“ zu sehen,
  • wenn Zuhören als wichtige Voraussetzung erkannt wird, um überhaupt miteinander zu sprechen,
  • wenn jede und jeder teilhaben kann, nach eigenem Ermessen, auch in der digitalen Welt,

dann habe ich das Gefühl gehabt und habe es noch, dass sich evangelische Erwachsenenbildung lohnt, dass meine, dass unsere gemeinsame Arbeit richtig und wichtig war.

Respekt war stets wichtig. Gerade wenn man gemeinsam auf einem Lernweg ist, dann ist es für uns als Kursleitende und Referent*innen wichtig, wie unsere Haltung ist. Wir sind die Orientierung, ob wir uns als Gruppe verständnisvoll und freundlich unterstützen und unsere Möglichkeiten sehen, oder ob wir uns abgrenzen, auch auf Kosten anderer.

In der Bildungsarbeit bin ich so vielen „Schätzen“ begegnet, Menschen, die lernen wollten, die sich geöffnet haben, die manchmal Angst vor dem Versagen hatten und denen wir Mut machen durften, weil der Maßstab unseres Bildungsverständnisses immer der einzelne Mensch ist und nicht der Lernstoff. Und ich habe Verbündete gefunden, Menschen, die Lust und Zeit hatten, ihr Wissen zu teilen und im Ehrenamt anderen von diesem Wissen abzugeben.

Danke für diese erfüllende Zeit in der Evangelischen Bildungsarbeit und Danke an euch, an Teilnehmer:innen, Weggefährt:innen und Unterstützer:innen, für die vielen guten Begegnungen, wärmende Erinnerungen, die mich begleiten werden. Macht weiter, es lohnt sich!

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